Sonntag
12. Juli 2026
13:00 Uhr
Kirchenpavillon
Das Koptisch-Orthodoxe Kloster der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Mauritius in Höxter
Geistliches Zentrum der koptischen Christen in Norddeutschland
Daß es in Alexandria auch einen Papst gibt, werden manche noch wissen. Weitgehend unbekannt ist, daß er diesen Titel schon führte, als es in Rom noch gar keinen Bischofssitz im klassischen Verständnis gab. Regelrechtes Erstaunen hervorrufen aber wird, wenn man erfährt, daß der entscheidende Faktor bei der Papstwahl ein Kind ist, das den Namen des Erwählten aus einem Lostopf zieht. Das kann man wohl Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes nennen.
Die koptisch-orthodoxe Kirche zählt mittlerweile ca. 20.000 Mitglieder in Deutschland. Das Kloster in Höxter-Brenkhausen ist einerseits Bischofssitz und anderseits geistliches Zentrum, das gern von religiös Suchenden auch anderer Konfessionen und Religionen aufgesucht wird. Ausgehend vom Kloster sollen Basisinformationen über die koptisch-orthodoxe Kirche, ihre Theologie und Geschichte, ihre Situation in Ägypten und der Diaspora und ihre besondere Rolle als Märtyrerkirche gegeben werden. Nachdem sich die Gemeinden zunächst vornehmlich durch Emigration etabliert haben, steht die Kirche aktuell vor der Aufgabe, verstärkt interessierte muttersprachlich deutsche Christen anderer Konfessionen in die Gemeinden zu integrieren. Einer von ihnen ist Bernd Holze, nicht nur Theologe, sondern der erste deutschstämmige Diakon der koptischen Kirche überhaupt, der insofern auch von eigenen Erfahrungen berichten kann.



