Sonntag
07. Juni 2026
16:30 Uhr
Kirchenpavillon
Von Erde zu Erde 2
Reerdigung zwischen Klimaschutz und christlicher Hoffnung
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Bei der Reerdigung, einer neueren und nicht unumstrittenen Bestattungsform, wird der Körper emissionsarm durch eigene Mikroorganismen in einen nährstoffreichen Humus verwandelt. Wie ökologisch nachhaltig ist diese Bestattungsform und welche theologischen Aspekte gilt es zu berücksichtigen?
Wie wollen wir Abschied nehmen – und welchen Fußabdruck hinterlassen wir dabei? Die Reerdigung, auch als menschliche Kompostierung bekannt, ist die jüngste Antwort auf diese Frage: Innerhalb von 40 Tagen wird die*der Verstorbene in einem natürlichen Prozess zu fruchtbarer Erde, die neues Leben nährt. Klimawissenschaftlich ist die Bilanz eindeutig – diese Bestattungsform spart im Vergleich zur Feuerbestattung einiges an CO₂ ein. Doch was sagt der christliche Glaube dazu? Ist diese Bestattungsform geradezu eine radikale Umsetzung des biblischen „bis du zurückkehrst zur Erde, von der du genommen bist“? Wird sie der Würde und der Gottebenbildlichkeit des Menschen gerecht? Und wie vereinbart sich der Kreislaufgedanke mit der christlichen Hoffnung auf Auferstehung? In einem kurzen Impulsvortrag beleuchten wir die Reerdigung aus beiden Perspektiven: der ökologischen Bilanz und des Potenzials dieser Methode für den Umweltschutz, sowie der spirituellen und ethischen Implikationen und der christlichen Tradition.
